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Abenteuer Beerdigung Teil 4

Um viertel nach elf fuhren wir dann von der Firma wieder weg in Richtung Kühlung, wo der Herr Albrecht ja noch auf seinen Sarg wartete.

Um kurz vor halb zwölf schloss V. die Kühlung auf und wir konnten mit dem Ankleiden und Einsargen beginnen. Das hat auch alles wunderbar geklappt, bis wir den Sarg mit dem Verstorbenen wieder in das Auto heben mussten. Wie schon geschrieben, war der Sarg ja nicht der leichteste. Aber nun war dieser ja noch "belegt" und das Gewicht kam dazu. Wir beiden wissen im nachhinein echt nicht wie wir es geschafft haben diesen Sarg wieder in das Auto zu bekommen. Wir gehen davon aus, dass es reine Willenskraft war. Man hat ja mitten in der Nacht nicht mehr so eine Kraft wie Tagsüber. Aber wir wollten uns auch nicht die Blöße geben, dass wir jetzt noch M. anrufen mussten, damit er uns hilft.

Der Sarg war nun wieder im Auto verstaut und es konnte zum Friedhof los gehen. Unterwegs riefen wir noch M. an, damit er mit uns zusammen am Freidhof ankamen. Er mußte uns nämlich aufschließen, da Nachts ja kein Friedhofspersonal mehr da ist.

Um kurz nach zwölf, also fast pünktlich zur Geisterstunde , kamen wir am Friedhof an. Dort luden wir den Sarg aus dem Auto und bahrten ihn in einer Zelle auf. Das hat zum Glück auch alles gut geklappt, so dass wir um kurz vor eins den Friedhof wieder abschlossen.

Am Morgen mußte V. schon um viertel vor sieben an der Firma sein, um den Rest für die Beerdigung vor zubereiten. Ich hingegen mußte erst ganz normal um acht Uhr in der Firma sein. Das Blöde war nur, dass ich dann ganz alleine im Büro saß, da alle anderen mit in der Beerdigung eingespannt waren. Und wenn man keinen zum Reden hat und sehr müde ist, ist die Gefahr sehr groß, dass man einschläft. Also habe ich die Zeitung von vorne novh hinten, von hinten nach vorne, von oben nach untern und von unten nach oben gelesen. Ich kannte sie nachher fast auswendig und konnte allen jede Kleinigkeit erzählen.

Die Beerdigung selber habe ich dann natürlich nicht mit bekommen. Man hat mir aber erzählt, dass es eine sehr kleine Beerdigung war und sehr schlicht gehalten wurde. Es wurden sogar "Türsteher" von uns an den Eingängen aufgestellt, um zu verhindern, dass Unbefugte, wie z.B. jemand von der Presse, auf den Friedhof gelangten.

 Wir waren natürlich auch alle irgendwie froh, als alles vorbei war und dass es alles so gut geklappt hat.

Es war zwar mal etwas anderes und eine Erfahrung wehrt, aber wenn ich ehrlich bin, brauche ich in der nächsten Zeit nicht noch einmal so eine Aufregung wegen einer Beerdigung.

 

Noch etwas in eigener Sache: Diese "Geschichte" ist wirklich so passiert. Ich habe nichts hinzugefügt, etwas verschönert, verschlimmert o.ä.

4.9.10 13:05

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